Edward VIII 1936

    Edward Albert Christian George Andrew Patrick David, genannt David geboren
                  23 Juni 1894 in White Lodge; gestorben 28.Mai in Paris.

 

Silber-Crown 1936

                               Eduard VIII                       Canadischer Biber      
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                                     Avers                                       Revers
                                                              selten
                        Umschrift: Avers.EDWARD VIII KING E EMPEROR

Leben                                                                                                                          1 Stück

Schon als Kronprinz führte er ein ungewöhnliches Leben. Berühmt sind seine beiden
Großwild-Safaria in Ostafrika, die er 1928 und 1930 unternahm und dabei mit den
Jägern Denys Finch und Bror von Blixen-Finecke jagte, aber in Kenia auch die dänische
Schriftstellerin und Kaffee-Farmerin Karen Blinxen kennenlernte.

Er war nur zehn Monate lang im Jahre 1936, als Edward VIII, König von Großbritannien
und Nordirland. Er dankte am 11. Dezember 1936 ab, um die zweimal geschiedene bürger-
liche US-Amerikanerin Wallis Warfied, besser bekannt unter dem Namen Wallis Simpson,
am 3. Juni 1937 heiraten zu können. Er trug dann den Titel ,,Herzog von Windsor’’. Die
Ehe blieb kinderlos, und ihr wurde lebenslang die Anrede ;,Königliche Hoheit’’verwehrt,
was zu erheblichen Verstimmungen des Herzogs mit seiner Familie führte. Das Paar lebte
meist im selbst gewählten Exil in den USA und Frankreich. Allerdings war auch vereinbart
worden, dass das Paar sich nur auf ausdrückliche Einladung seines Bruders König George VI
in England aufhalten dürfte.

Edward ist als Dandy vor allem durch seine innovativen Kleidungskombinationen, mit der
er die bis dahin sehr konservative englische Herrenmode auflockerte, bekannt geblieben.
So trug er als einer der ersten braune Raulederschuhe zum Anzug und bevorzugte den
Smoking statt des steifen Fracks. Eine elegante Form der Tabakspfeife, die er bevorzugte,
ist als Prince bekannt geworden.

Nach seiner Abdankung besuchte er Deutschland, wo er sich positiv über die deutschen
Verhältnisse äußerte. Sein ,,Ehrenbegleiter’’ war Robert Ley, der Chef der Deutschen
Arbeiterfront der Nationalsozialisten. Das führte in Großbritannien zu erheblichen
Verstimmungen. Er vertrat in dieser Hinsicht jedoch nur die Ansicht eines sehr kleinen
Teils der britischen Oberschicht.
Es ist immer gerätselt worden, mit wie viel Geld der Herzog sich nach seiner Abdankung abgefunden wurde.
Die Höhe von eventuellen Leibrenten-Zahlung ist nach wie vor unklar.
Tatsache ist jedoch, dass er den Gegenwert der Schlösser Balmoral und Sandringham, die
als Privatbesitz des Monarchen betrachtet werden, erhielt.

Jedenfalls waren die Windsors das Jetset-Paar in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunders,
die durch äußerst konstspieligen Lebensstil auffielen. So überhäufte der Herzog seine Gattin
im Laufe ihrer Ehe mit Unmengen kostbarsten Schmucks, der nach ihrem Tod für die
Rekordsumme von rund 160 Millionen Dollar versteigert wurde und damit die teuerste
Private Schmucksammlung darstellt.

Um seinen Kriegseinsatz als Gouverneur der britischen Kronkolonie Bahamas musste er
regelrecht betteln. Eine geregelte Beschäftigung oder soziale Engagements kannte er nicht.
Von der Herzogin von Windsor ist das Zitat überliefert " Man kann nie zu reich oder zu dünn
sein !"

Beider Verdienst ist es jedoch, die Liebesheirat in Europa in höchsten Gesellschaftsschichten
salonfähig gemacht zu haben.

Beide sind auf dem königlichen Friedhof von Frogmore bei Windsor begraben, der um das
Mausoleum von Königin Victoria und Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg angelegt wurde.